Die Herkunft des Spiels ist nicht geklärt. Wahrscheinlich kommt der Name Poker vom alten deutschen Kartenspiel Poch. Ob nur der Name oder auch das Spiel selbst von dem oben genannten Poch abstammt, ist nicht bestätigt.
Weitere Spiele, die einen gewissen Einfluss auf Poker ausübten, sind Bouillotte (Brelan) und Brag.
Der englische Schauspieler Joseph Crowell berichtete, dass das Spiel 1829 in New Orleans mit einem Deck aus 20 Karten von vier Spielern gespielt worden ist. Während des Goldrausches Mitte des 19. Jahrhunderts breitete sich Poker rasant aus. Kurze Zeit nach dieser Ausbreitung wurde erstmals mit dem heutigen Deck aus zweiundfünfzig Karten gespielt und der Flush wurde eingeführt. Die nächsten Erweiterungen des Spiels wurden während des amerikanischen Bürgerkriegs durchgeführt. So spielte man damals erstmals mit der Straight und auch die heutigen Varianten wurden größtenteils damals erfunden. Andere wichtige Veränderungen, wie etwa die Einführung der Hold'em-Varianten erfolgte erst Anfang des 20. Jahrhunderts.
Seiner heutigen Beliebtheit erfreut sich das Spiel allerdings erst seit Beginn der World Series of Poker zu Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Eng verwandt mit Poker ist das steirische Kartenspiel Einundvierzig, das zeitweise auch in einigen österreichischen Spielbanken angeboten wurde.
Des Weiteren wird Poker in Italien heute als Bezeichnung für vier Tore eines Spielers
in einem Fußballspiel benutzt.
ALLGEMEINE REGELN
Die Basis des Pokerns ist simpel. Ziel des Spieles ist es, den Pot zu gewinnen. Damit ist jenes Geld gemeint, das im Laufe eines Spieles gesetzt wird.
Das Gewinnen ist folgendermaßen möglich:
- Entweder Sie zeigen Ihrem Gegenspieler bessere Karten als dieser hat,
oder
- Sie bluffen und überzeugen Ihren Gegner, dass Sie die besseren Karten haben und er steigt aus dem Spiel aus.
Jedes Pokerspiel beginnt mit dem Setzen eines bestimmten Betrages pro Spieler in den Pot. Dieser Einsatz wird je nach Spiel “Ante” oder “Blind” genannt. Von einem Ante spricht man, wenn jeder Spieler einen bestimmten, kleinen prozentuellen Anteil des Minimumeinsatzes in den Pot bringt - wie bei Seven Card Stud.
Wenn ein Blind verlangt wird - wie bei Texas Hold’em oder Omaha - dann eröffnen die ersten zwei Spieler nach dem Dealer Button den Pot. Der erste Spieler bringt das small blind (die Hälfte des Minimumeinsatzes) und der nächste Spieler setzt das big blind (der Minimumeinsatz). Die Blinds rotieren im Uhrzeigersinn, sodass jeder Spieler der Reihe nach in die Position kommt, das Blind zu setzen.
Erst dann werden die ersten Karten gegeben. Danach haben Sie während des gesamten Spieles immer die freie Entscheidung, das Spiel fortzusetzen oder auszusteigen und kein Geld mehr zu setzen. So sparen Sie Ihre Chips und zeigen anderen Spielern am Tisch, dass Sie ein routinierter Pokerspieler sind.
Genauso haben Sie aber auch die Möglichkeit, mit einem guten Blatt den Einsatz zu erhöhen, um mehr Geld von den Mitspielern zu gewinnen. Normalerweise sind drei Erhöhungen pro Einsatzrunde möglich, wobei die Erhöhungen je nach Limit vorgegeben sind. Setzen Sie in einer Einsatzrunde Geld und niemand bezahlt Ihren Einsatz, so haben Sie gewonnen, ohne Ihre Karten zeigen zu müssen. Wird Ihr Einsatz bis zum Ende einer Hand bezahlt, so müssen die Karten im Showdown geöffnet werden und der Spieler mit den besseren Karten gewinnt das Spiel. Kommt es zu einer Teilung des Pots, so erhält der erste Spieler nach dem Blind den extra nicht teilbaren Jeton. Bei Hi/Lo erhält immer das High diesen Extra-Chip.
Sie sehen, Pokern ist ein einfaches Spiel, welches Sie mit ein wenig Überlegung, Strategie und Grundkenntnis der Regeln ein Leben lang mit sehr viel Spaß und Freude ausüben können.